2014 - Int. Konferenz in Vilnius und Birshtonas: "Kultur – Die Grundlage des Friedens"

Kurzbericht zur Litauen-Konferenz

von Erich Fankhauser

14.07.2014 • Zu den Konferenzen in Birshtonas und Vilnius – zu Ehren des Staatsfeiertages der KULTUR am 15. April – kamen geladene Gäste u.a. aus Litauen, der Türkei, aus Yelets (einer Friedensstadt in Russland), aus Kaliningrad (vorher Königsberg, der Stadt der russischen Exklave zwischen Polen und Litauen an der Ostsee) sowie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Inhaltlich war die Konferenz dem Wert und der Entstehung von Friedensinitiativen, Friedensstädten bzw. Friedenszonen und weiteren friedensfördernden Erneuerungskonzeptionen gewidmet.
Als leuchtende Vorbilder wurden u.a. auch der bekannte Litauer Lehrer, Philosoph, Humanist, Dichter und Theosoph Vydunas, der russische Staatsbürger und Künstler sowie Weltbürger und Initiator des Friedenspaktes (PAX CULTURA) N.K. Roerich sowie der österreichische Philosoph und Friedensförderer Leobrand erwähnt. Deren Initiativen und Weltfriedensvorschläge liegen u.a. den Initiativen und Aktivitäten unserer Internationalen Gesellschaft „FRIEDEN durch KULTUR“ zugrunde.

In Birshtonas – Litauens jüngster Friedenszone – wurde vor der Konferenz das Friedensbanner unter Begleitung einer einheimischen Jugend-Folkloregruppe, zum ersten Mal gehisst. Die Beiträge der Delegation von FRIEDEN durch KULTUR konnten bemerkenswerter- und erfreulicherweise vor dem Parlament von Vilnius vorgetragen werden. Thematisch waren sie den Friedensinitiativen, Friedenszonen und weiteren Friedens fördernden Konzeptionen gewidmet.
Zu Ehren des Staatsfeiertages der KULTUR fand in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, die nun schon alljährlich erfolgende Flaggenparade mit dem Friedensbanner, entworfen von N.K. Roerich, statt – umrahmt von einer Ehrenkompanie der Militärmusik, Ansprachen der Kulturverantwortlichen und einer Folkloregruppe mit Tanz-Darbietungen. Zum Abschluss der Konferenz stellten die Vertreter der im Laufe der Jahre hinzugekommenen Friedensstädte ihre Orte vor: die russische Friedensstadt Yelets und die sechs litauischen Friedensstädte Birshtonas, Dubingiai, Ylakiai, Rietavas, Neringa und Klaipeda.

Die genannten Friedensstädte – zu denen natürlich auch Vilnius gehört – sind ein wichtiger erster Schritt und ein Signal nach Innen und Aussen. Zielführende Planungen, diese Friedensstädte auszudehnen, miteinander zu verbinden und grössere Friedenszonen zu schaffen, sind eine weitere notwendige Entwicklung. Die tief verwurzelten kulturellen und geistigen Kräfte im inneren der Menschen schaffen einen Zusammenhalt und gemeinsame Identifikation, die nahezu unabhängig von zivilisatorischen Errungenschaften als verborgene Antriebskräfte wirken.

Diese kulturelle Stärke der Völker, getragen von einer Kultur der Ethik – mit andern Worten des Friedens, der Gerechtigkeit, der Gewaltlosigkeit und der Gemeinschaft – wird den grössten und höchsten Nutzen für die Völker bringen und insbesondere den jungen Generationen die Hoffnung, den Mut und vor allem eine wohlwollende Zukunftsperspektive zurückgeben. Konflikte und Interessensunterschiede können am Ende nur im Dialog und mit gewaltlosen Mitteln dauerhaft gelöst werden. Ein echter Friedensweg bedarf weiterer klarer und sichtbarer Konsequenzen einer Neuausrichtung – auch in neutralitätspolitischer und waffentechnischer Hinsicht. An dieser globalen Notwendigkeit führt kein Weg vorbei.

 

Konferenzbeiträge der Mitarbeiter der Int. Gesellschaft "FRIEDEN durch KULTUR" Europa und dem Int. Netzwerk "Pax Universalis"

 BEITRAGSTHEMEN                                                                                                

AUTOR                                                              
FRIEDENSZONEN – Entstehung und Aufgabe
 

Erich Fankhauser
FRIEDEN durch KULTUR Europa

Die Signifikanz global aktiver Netzwerke und Friedenszonen für den Weltfrieden
 

Marco Vukovic
FRIEDEN durch KULTUR Europa

Die Fortsetzung des Friedensweges
Friedensstädte – Friedenszone – Neutralität

Johannes Jekal
Int. Netzwerk "Pax Universalis"
 

 

 

 

 

 

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