Weltfriedenstag der UN am 21. September – eine jährliche Farce?

21.09.2016 • Eine klare Definition des Begriffes „Frieden“ haben – bis heute – alle Gesellschaftswissenschaften vermieden.

Warum Regierungen, aber insbesondere die UN, UNESCO, der Vatikan oder andere einflussreiche Institutionen noch keinen Auftrag an internationale Institutionen zur geistig-kulturellen Klärung dieser global-gesellschaftlichen Problematik vergeben haben, um „gemeinsame Wege“ bzw. die erforderlichen Voraussetzungen für einen Weltfrieden zu erarbeiten, ist nicht zu begreifen!

Wir meinen, dass es höchste Zeit ist, das als gesellschaftliches Krebsgeschwür planetar auf allen Ebenen wütende Problem der Kriege objektiv zu analysieren und einer gemeinsamen Lösung zuzuführen! Selbst die UNESCO (d.h. die Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, mit Sitz in Paris) haben es bis heute nicht für notwendig befunden, die für die Menschheit existenzwichtige Frage zu stellen „Was man denn in den 200 UN-Staaten unter dem Begriff Frieden versteht?“ – geschweige denn hierauf eine Antwort bereit zu haben! Im Internet und auf dem Büchermarkt existiert eine große Zahl verschiedenster Thesen und Meinungen zum Thema Frieden, aber niemand kann sagen, was denn unter Frieden bzw. Weltfrieden zu verstehen wäre und welche Voraussetzungen ein Jeder hierfür zu erfüllen hätte!

Dass der allgemein eingeforderte Weltfrieden ausschließlich über kausale Schritte erreicht werden kann, ist heute allen Menschen geläufig. Auch ist bekannt, dass einzelne Völker und Staaten solche Wege in der Vergangenheit bereits beschritten haben. Was fehlt, ist das offene Bekenntnis der Regierungen zu entsprechenden Maßnahmen und das konsequente Umsetzen der notwendigen Schritte, die die Gesellschaftswissenschaften erarbeiten und zum Dialog anbieten müssen!

Folgende Fragen bzw. Forderungen sind daher dringend zu klären:

1. Was ist aus heutiger Sicht gesellschaftswissenschaftlich unter Frieden zu verstehen?

2. Was können und sollen Elternhaus sowie die Erziehungswissenschaften dazu beitragen, damit in allen Bildungseinrichtungen „Friedensbewusstsein“ als Grundwissen vermittelt wird?

3. Zugleich hat die UNESCO, die als UN-Einrichtung für die Fundamente der Weltkultur verantwortlich ist, umgehend ihrer (unseres Erachtens) vordringlichsten Pflicht nachzukommen, die besten Gesellschaftswissenschaftler zu verpflichten, ihre Konzeptionen für einen zu schaffenden Weltfrieden innerhalb eines Jahres vorzulegen!

Die Kulturministerien der einzelnen Staaten sind aufzufordern, die UNESCO an ihre zentralen Aufgaben deutlich zu erinnern – zu denen in erster Linie die geistige Aufklärung und Erziehung in Richtung Friedensbildung gehören!

(- wr -)

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