Die EU im kausalen Zerfall

20.12.16 • Die EU zerfällt. Es ist daher allerhöchste Zeit für eine europäische Neu- bzw. Selbstordnung ohne Fremdmächte auf der Grundlage einer durch die Völker Europas selbstbestimmten „Europäischen Union“!

Bevor die heutige EU zur Gänze auf das Niveau einer puren Wirtschafts- und militärischen Nato-Kolonie herabsinkt, wird es immer dringlicher, aus der eigenen Substanz Europas eine auf völkisch-kulturell-gesellschaftlichen Stufen stehende Neuordnung, eine Europäische Einheit zu schaffen, welche für eine zukünftige Partnerschaft mit anderen politisch-wirtschaftlichen Unionen fähig ist! Es ist natürlich empfehlenswert, bei dem notwendigen Erneuerungsprozess Anleihen und Denkhilfen bei anderen, bereits bestehenden Unionen zu nehmen. Immerhin sind einige von diesen Nachbarn heute bereits auf hohem Niveau.

Dass die derzeitige ‚Führung’ unserer EU Mitte September eine Bankrott-Erklärung abgab und als Rettung aus der Misere militärische Aufrüstung mit eigener Armee vorschlägt, offenbart nicht nur die Hilflosigkeit, sondern auch immer wieder das absolute sozial-kulturelle Versagen! Man versucht nun, die Wirtschaftsprobleme über militärische Aufrüstungs-Milliarden und die extremen Sozialprobleme im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit durch eine „EU-Soldateska“ (EU oder BRD/Frankreich-Armee) zu lösen, denn Arbeitslose in Uniform lassen sich disziplinarisch leichter lenken, sind weg von der Straße und kosten letzten Endes kaum mehr Steuergeld.

Die große Katastrophe besteht unseres Erachtens darin, dass hierdurch negative Impulse gegeben werden, die ihre Analogien in den anderen Unionen finden werden, ja auslösen müssen! Zur Erpressung anderer Völker, Staaten, Unionen o.ä. war militärische Übermacht im kulturgeschichtlichen Rückblick immer das erste Mittel der Wahl.

Aus übergeordneter Sicht ist das geographische Europa – primär auf Grund der Machtspiele des Vatikans in den letzten 1000 Jahren – auch heute noch in sich instabil, wegen der hohen Unterschiede im Lebensstandard, Sozialbereich u.a.m. noch zu wenig homogen und bedarf der Intensivierung in Richtung eines kulturellen und gesellschaftlichen Gemeinschaftsverständnisses. Dies funktioniert teilweise bereits relativ grenzüberschreitend, wobei als Primärproblem das heute noch bestehende gegenseitige Misstrauen aufgelöst werden muss. Dies jedoch können, sollen und müssen die jüngeren Generationen erreichen.

Hierfür eignen sich aber militärisches Denken und Handeln mit Multi-Milliarden für die konkrete Kriegsindustrie am allerwenigsten! Die derzeitigen Investitionen in Geheimdienste, Söldner, Polizei und Sicherheitsdienste sprechen für sich. Hinzu kommt, dass die EU und die Nato an den zahlreichen kleinen und großen Kriegsschauplätzen direkt und indirekt beteiligt sind.

Daher empfiehlt es sich, dass weitsichtige, „europäisch“ gebildete Denker und Politiker aus ganz Europa (West-Eurasien!) zusammenkommen und gemeinsam ein geeignetes Konzept für ein würdiges Europa erarbeiten. Unbedingt erforderlich ist es, die besten Denker und Wissenschaftler aus den jeweiligen Landes-Universitäten in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen! Diese sollten, ja müssten sogar Rückgriff auf praktizierte Vorlauf-Strukturen der österreichisch-ungarischen Monarchie machen, die als Union bereits über Jahrhunderte zahlreiche europäische Staaten umfasste. Hierzu hat z.B. die BRD absolut kein historisches Erfahrungswissen, da ihr Werden völlig anders verlief.

Analoge, positiv-konstruktive und gesellschaftspolitische Erfahrungen sollten unseres Erachtens auch von der Schweiz übernommen werden, die im uneinigen und gewalttätigen Europa bereits über Generationen eine nahezu ideale Vielvölker-Demokratie mit großem Erfolg praktiziert. In Luxemburg und Brüssel sitzen heute die falschen Leute, mit Wahnsinns-Vollmachten ausgestattet, die als Gestalter für ein im Kern hochkultiviertes Europa im höchsten Maße unfähig sind.

Generell muss noch darauf hingewiesen werden, dass die in den letzten hundert Jahren auch über Europa hereingebrochene, heute sogar dominierende Einflussnahme der USA keinerlei positive Auswirkungen hatte; im Gegenteil. Die pseudokulturelle und Kommerz betonte Zerstörung des einst hochkulturellen Europas hat bis heute sowohl für deren Einwohner als auch für die Millionen Zuwanderer aus anderen Staaten, Kontinenten und Kulturen (Gast-Arbeiter inklusive der Flüchtlinge) eine zunehmend individuelle und gesellschaftliche Hilflosigkeit zur Folge.

Sämtliche Generationen, die ursprünglich in einem relativ geordneten Alltag lebten, stehen heute geistig hilflos und voller Unverständnis dem globalen Geschehen in Gesellschaft, Kultur und Politik gegenüber. Die absolute mediale, über fast sämtliche Medien-Kanäle ausgestrahlte oder gedruckte Gleichmacherei führt zu einer bewusstseinsmäßigen und kulturellen Degeneration aller EU-Bürger! So stellt sich die derzeitige EU-Führung wahrscheinlich die zukünftigen Bürger vor: Finanziell im Minimum unter irgendwelchen Sozial-Titeln relativ abgesichert, ein wenig naiv und der EU-Führung gegenüber vertrauensvoll bis dumm. Hier scheint in Brüssel eine neue Vatikan-Führung im Anrollen zu sein...

Die politisch und ökonomisch fundierte Führung Großbritanniens hat sich von der EU auch für gutes bares Geld (Subventionen) nicht kaufen lassen. Sie hat – richtigerweise – auf die zahlreichen im Britischen „Commonwealth“ bzw. Empire vereinten Völker Rücksicht genommen und wird somit ein autonomer und willkommener Partner bei anderen Unionen sein. Die Jugend unseres wundervollen Kontinents verdient es jedoch nicht, dass sie arbeitslos oder als Söldner-Soldat missbraucht wird. Schlachtfelder und Heldenfriedhöfe gibt es aus der Vergangenheit zur Genüge! Es ist demnach höchste Zeit, dass wir gemeinsam ein europäisches Miteinander bauen – ein Europa, über welches wir uns alle freuen können ...

( -wr- )
 

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