USA: Trump – ein großer Hoffnungsträger?

02.02.2017 • Dass die USA mit ihrem öffentlich dokumentierten Anspruch, die „einzige (militärisch-wirtschaftliche) Weltmacht zu sein“, sich selbst in eine Sackgasse hineinmanövriert haben, ist dennoch in einer dünnen Mehrheit vorhandenen (weißen) US-Bürgern klar geworden. Sie entschieden sich gegen die Vertreterin jener sich als Weltmacht verstehenden Wirtschafts- und Finanz-Clique, die diesen Anspruch global mit allen Mitteln durchsetzen wollte.

Für die zahlreichen Höflinge der US-Hegemonie (u.a. in Westeuropa) war das Wahlergebnis ebenfalls ein Schock – und die politische Elite rief sofort nach einer von der NATO unabhängigen EU-Armee, die nun umgehend zu gründen sei, möglichst noch, bevor der neue Präsident in den USA sein Amt antritt. Wie schön war es doch, den ‚alten’ Präsidenten bereits vor Beginn seiner Amtszeit ohne jegliche Friedenstat mit dem Friedens-Nobelpreis hoch zu loben, obwohl er der ‚beste’ Kriegspräsident wurde, der die Welt mit seinen US-Verteidigungspotentialen, die in über 700 Stützpunkten global verteilt sind, bis zur letzten Minute seiner Amtszeit unter militärischem Druck hält.

Die USA sind und bleiben auch weiterhin eine Weltmacht. Dazu kommen auch weitere. Europa (als EU) in der heutigen Form als Anhängsel der USA wird jedoch bestenfalls als geozentrischer, militärischer Befehlsempfänger und Machtfaktor indirekt dabei sein. Zuviel Schaden haben die mächtigen Staaten wie Frankreich und Großbritannien, aber auch die BRD seit 1990 nach dem Zweiten Weltkrieg für sich selbst angerichtet. Und richtigerweise haben die Westeuropäer begriffen, dass man mit Aufrüstung und Kriegsgeschrei keinen Frieden erreichen kann.

Ähnliche, sehr vernünftige Erkenntnisse hören wir heute auch vom neuen US-Präsidenten. Richtigerweise konzentriert sich dieser auf die USA selbst! Dort gibt es in zahlreichen Bereichen degenerierte Standards, die durch Vernachlässigung der Bildung auf der bewusstseinsmäßigen und lebenspragmatischen Ebene eine extreme Last für die Wirtschaft und den Staat darstellen. Analoges entwickelt sich in Europa, wo heute die verschwendeten Milliarden im Bereich Militärische Dienste und Rüstung von Tag zu Tag dringender in die Bereiche Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur investiert werden müssten! Der Blick über den jährlich höher wachsenden NATO-Zaun zeigt uns, dass sich in Eurasien, besonders in seinem östlichen Teil – Indien, China, Japan, Indonesien und Russland – gigantische Zivilisations- und Kultur-Potentiale entwickeln, die sich in spätestens einer Generation klar abzeichnen und in einer weiteren sich zu gesellschaftlich-friedlichen Global-Dominanten entwickeln werden.

Der neue US-Präsident ist durch seine Machtbefugnisse ein Gegner für die Geist- und Kulturlosen, die sich als ‚Beamten-Moloch’ selbstbestimmend zu einer politisch-gesellschaftlichen, monopolartigen  Macht- und Verwaltungs-Elite entwickelt haben. Dieser Trend ist in zahlreichen, auch ‚demokratischen’ Staaten zu beobachten und ist eine große, die Evolution behindernde Gefahr. Anzetteln von Bürger-, gar Bruderkriegen war schon immer ein Mittel jener Mächte, denen es ausschließlich um ihren Eigennutz ging. Die USA werden daher in den nächsten Jahren ihre negativen Verstrickungen noch lange nicht überwunden haben. Donald Trump ist vielleicht eine große Chance für die USA, ihre internationalen Unarten wieder auf ein vernünftig-ethisches Maß zurückzunehmen...

* * *

Aus geistig-kultureller Sicht haben die USA – um von den Ureinwohnern Land, Bodenschätze und andere Werte zu bekommen – nicht nur zahlreiche Völkermorde auf dem Gewissen. Hinzu kommen auch die speziell über die Wallstreet gesteuerten globalen finanziellen und wirtschaftlichen Katastrophen! Die USA müssten sich in erster Linie brüderlich um Mittel- und Südamerika kümmern. Denn auch diese wurden von ihnen bis heute nur ausgeplündert. Nicht umsonst gelten Hollywood und das ‚Weiße Haus’ als die besten Show-Produzenten, die ihre ‚Friedens-Nobelpreise’ (inklusive „Klimawandel“) und ähnliches über „ihre“ UN und andere Schaubühnen perfekt beherrschen...

Es bleibt jedoch noch viel zu tun, damit die USA hoffentlich im Kreis der zivilisatorisch-kulturell konstruktiv agierenden Staaten – neben anderen gleichberechtigen auf brüderlicher Ebene – wieder ihren Ordnungsplatz einnehmen können. Möge dies so geschehen.

Quelle: Zweimonats-Zeitschrift „Welt-Spirale“



 

|