"Preisanstieg der Welt-Nahrungsmittel: Mais und Weizen 25%, Soja 17%"

"Etwa 40% der US-Maisproduktion werden für die Produktion von Bioethanol verbraucht

30.01.2013 • Die neuesten Erhebungen der Weltbank ergaben für Nahrungsmittel einen Preisanstieg von 10% für den Monat Juli 2012. Den stärksten Anstieg verzeichneten Mais und Weizen mit 25%, gefolgt von Soja mit 17%. Nur Reis verbilligte sich um 4%. Für den dramatischen Anstieg macht die Weltbank die zunehmende Bioethanol-Produktion mitverantwortlich. Etwa 40% der US-Maisproduktion werden für die Produktion von Bioethanol verbraucht. Wegen der stark angestiegenen Rohölpreise lohnt es sich selbst für Bauern in Deutschland, Getreide an Biogasanlagen statt der Nahrungsmittelindustrie zu verkaufen.

Während in den saturierten Staaten Nordamerikas und Europas steigende Nahrungsmittelpreise kaum problematisch sind, weil der Anteil des verfügbaren Einkommens, der für die Nahrungsmittel ausgegeben wird, nach wie vor sehr gering ist, verschärfte sich die Situation in den ärmeren Teilen dieser Welt um ein Vielfaches. Mittlerweile können viele Menschen in Afrika und anderen Teilen der Welt sich nicht mehr ausreichend Nahrungsmittel leisten, weil deren Preis derart gestiegen ist, dass das persönliche verfügbare Einkommen nicht mehr zur ausreichenden Ernährung ausreicht. Hinzu kommt, dass die «US-israelische Kriegsführung» im Mittleren Osten durch das Embargo gegen Iran sowie den Krieg in Syrien in der ganzen Region die Nahrungsmittelpreise stark ansteigen ließ. Während dies für Angriffsziele wie Iran und Syrien möglicherweise noch erwünscht ist, um eine Sprengkraft innerhalb der Länder gegen die Regierungen zu erzeugen, dürfte es zu erheblichen Problemen in den bereits unterworfenen Ländern Ägypten, Marokko und Libyen führen und dort ein ungewolltes Revolutionspotential schüren. Möglicherweise wird sich an der Nahrungsmittelfrage entscheiden, ob der Mittlere Osten wieder zur Ruhe kommen kann oder sich zu einem Flächenbrand ausweitet."

Quelle: Vertrauliche Mitteilungen Nr. 3998 vom 25. September 2012

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Kommentar: Der vorstehende Trend setzt sich – so der Chor jener Fach-Institutionen, welche diese Spekulations-Märkte beobachten, generell wie weltweit – auch weiterhin fort. Dazu – allein in Europa viele Millionen jugendlicher Arbeitsloser, ergänzt mit jenen, die aus Krankheits- und/oder Altersgründen nicht mehr "brauchbar" sind. Der Hinweis auf das Entstehen von 'ungewolltem Revolutionspotential' sollte sehr ernst genommen werden – denn wenn erst einmal bürgerkriegsähnliche Konfrontationen stattfinden, ist es zu spät, um sich noch auf vernünftigen Fundamenten zu treffen. Besonders der Jugend müssen Aussicht, Hoffnung und eine KONKRETE ZUKUNFT geboten werden.

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